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Sie sind hier, weil Sie eine Visitenkarte von uns erhalten haben…

Das passiert dann, wenn wir uns in einem Einsatz kennen gelernt haben. Nur dort verteilen wir unsere Visitenkarte.

Wer sind wir?

Wir sind ehrenamtliche Mitglieder des DRK Ortsverein Blankenloch e.V.

Wie läuft ein Einsatz im Normalfall ab?

  • Sie haben einen medizinischen Notfall.
  • Sie rufen die 112 an.
  • Je nach Lage wird ein entsprechendes Rettungsmittel disponiert, welches in der Regel mit hauptberuflichen/hauptamtlichen Mitarbeitern besetzt ist:
    • Rettungswagen – RTW abgekürzt (eine fahrende Intensivstation)
    • Krankentransportwagen – KTW abgekürzt (ein Fahrzeug für den Transport, der mit einem normalen PKW nicht möglich ist aber keine intensivmedizinische Begleitung braucht)
    • Notarzteinsatzfahrzeug – NEF abgekürzt (damit wird ein Notarzt zur Einsatzstelle verbracht)
    • Rettungshubschrauber – RTH abgekürzt (damit wird ein Notarzt zur Einsatzstelle verbracht – auch genutzt für Patiententransport)

In Deutschland gibt es die so genannte Hilfsfrist: Die Zeit bis zum Eintreffen eines geeigneten Rettungsmittels. Diese ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt, da die Rettungsgesetze Ländersache sind. In Baden-Württemberg soll das Eintreffen adäquater Hilfe nicht mehr als 10 Minuten, maximal 15 Minuten betragen – ab Eingang des Notrufes (Stand 2025) und soll in 95% aller Fälle eingehalten werden.

Wie schnell brauche ich medizinische Hilfe?

Es gibt unterschiedliche Szenarien, die man betrachten muss. Ein gebrochener kleiner Zeh ist sicherlich schmerzhaft, aber im Normalfall nicht lebensbedrohlich und hat deswegen keine wirkliche Eile. Ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt ist hier schon etwas ganz anderes: Ein Patient sollte schnellstmöglich in ein Krankenhaus verbracht werden. Kritischer, da ohne sofortige Handlung der unmittelbare Tod droht, sind Fälle von starkem Blutverlust (Amputation z.B.), Bewusstlosigkeit (mögliches Ersticken) oder Atemstillstand (sofortige Reanimation erforderlich).

Faustformel für eine Reanimation: Pro Minute nimmt die Wahrscheinlichkeit zu überleben um 10% ab. So geht nach 10 Minuten ohne Reanimation die Überlebenschance gegen null.

Übrigens. Sollte Sie das Erlebte belasten, so ist es ratsam sich Hilfe zu holen. Rufen Sie bei der Leitstelle (112) an und schildern Sie Ihr Problem. Extra für solche Situationen existiert die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Diese ist speziell für Belastungen dieser Art ausgebildet und unterstützt Sie bei der Verarbeitung des Erlebten und kann Ihnen Hilfestellung geben. Auch noch am Tag danach!

Was ist die Notfallhilfe?

Unser Ziel ist es, durch unsere Nähe deutlich schneller als die vorgegebenen 10 Minuten bei Ihnen zu sein: Alle Mitglieder, die an der Notfallhilfe partizipieren, wohnen in Blankenloch bzw. Büchig.

Wissen Sie, wie lange 10 Minuten sein können bis ein geeignetes Rettungsmittel eintrifft? Wir wissen das. Und wir sehen auch immer wieder in den Augen der uns erwartenden Personen die Ungeduld, Verzweiflung oder auch Dankbarkeit, wenn endlich Hilfe da ist. Jeder der schon einmal auf uns warten musste weiß meist auch, wie lange selbst die deutlich kürzere Zeit (als die eigentliche Hilfsfrist) noch immer sein kann, wenn man auf Hilfe wartet.

Deswegen alarmiert uns die Leitstelle zu dem sowieso disponierten Rettungsmittel bei vielen Einsätzen mit hinzu, um die zeitliche Lücke überbrücken zu können. Alle Teilnehmenden machen dies übrigens ehrenamtlich und müssen sich vor einem Einsatz erst umziehen bzw. nachts wach werden, aufstehen und anziehen, bevor es los gehen kann. Aber wir sind dennoch meist schneller vor Ort als der hauptamtliche Rettungsdienst.

Was auch zu unseren Aufgaben gehört ist, die hauptamtlichen Kollegen zu unterstützen: Ob bei der sogenannten „Tragehilfe“ (es kann für 2 Personen alleine zum Teil unmöglich sein, einen Patienten auf einem Tragetuch durch ein Treppenhaus zu transportieren), beim anreichen (z.B. Vorbereiten von Infusionen) oder beim kümmern um Angehörige (Unterstützen beim Suchen von Unterlagen, erklären, was nun gerade oder was als nächstes passiert etc.). Unsere Unterstützung kann sehr vielfältig sein.

Wie finanziert sich die Notfallhilfe?

Neben einem geringen Zuschuss der Stadt Stutensee, finanzieren wir uns viel über Spenden und Eigenleistungen wie z.B. Sanitätsdiensten etc. Oftmals können wir unser Verbrauchsmaterial vom Rettungsdienst ersetzen lassen – der hätte es ja „sowieso“ verbraucht.

Aber das geht nicht bei allen Sachen. Z.B. bei Defibrilatoren-Patches geht dies nicht, da wir andere Geräte nutzen, als der Rettungsdienst. Kommt hier eines unserer Geräte zum Einsatz, müssen wir neue Elektroden beschaffen. Die Kosten betragen ca. 50,- Euro für einen neuen Satz.

Ebenso müssen wir Kosten für Batterien, (Einweg-)Handschuhe, unsere Schutzausrüstung (Kleidung, Schuhwerk, Helm, Warnwesten), Benzin, KfZ-Steuer/-Versicherung usw. als Verein selbst tragen.

Wie ging es bei Ihnen weiter?

Mache Einsätze beschäftigen uns und bleiben in Erinnerung. Das können auch kleinere Einsätze sein. Damit auch wir Einsätze gut verarbeiten können, hilft es uns zu erfahren, wie es weiterging. Auch aus diesem Grund verteilen wir ab und an unsere Visitenkarten. Nutzen Sie gerne unser Kontaktformular, falls Sie uns auf dem laufenden halten möchten. Beachten Sie bitte, dass wir eine Menge an Einsätzen haben und schreiben Sie deshalb bitte dazu, um welchen Einsatz es ging. Z.B. „Einsatz Gymnasiumstraße am 15.04.1983“.

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Sie finden das, was wir ehrenamtlich leisten, gut?

Wir freuen uns enorm über ein Danke, Wertschätzung und Anerkennung unserer freiwillig erbrachten Leistung. Das muss kein Geld sein. Auch einen Kuchen an einem unserer Dienstabenden zu essen oder einen Kasten Limo finden wir klasse!

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse und kommen gerne mit Ihnen ins Gespräch, erklären, warum dies oder das so und nicht so ist.

Wir freuen uns am meisten über Menschen, die mithelfen möchten und uns verstärken möchten. Wir wissen aber auch, dass das nicht jedermanns Sache ist.

Sie merken schon, das baut aufeinander auf: Sie backen einen Kuchen, bringen uns den vorbei, wir essen gemeinsam, dabei zeigen und erklären wir Ihnen alles, Sie finden das gut und überlegen es sich, bei uns mit zu machen! 🙂

Wenn das aber alles nichts für Sie ist, Sie uns aber dennoch irgendwie helfen möchten, können Sie uns natürlich auch finanziell unterstützen. Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Spendenseite.

Und damit das nicht falsch rüber kommt: Wir freuen uns über eine 5,- Euro-Spende genauso, wie über eine 50,- Euro-Spende. Nicht jeder kann viel spenden und uns liegt es am wohl der Menschen – da helfen auch die kleinsten Beträge!

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