Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird – es ist Arbeit, die unbezahlbar ist.

Es ist 22:30 Uhr. Nach einer kleinen Feier zum 47. Geburtstag haben Sie bereits alle Gäste verabschiedet und putzen Ihre Zähne. Sie gehen vom Bad ins Schlafzimmer. Ihr Partner liegt mit offenen Augen im Bett und starrt an die Decke. Wie immer sagen Sie „Gute Nacht“. Keine Reaktion. Verwundert wiederholen Sie mit Nachdruck „Gute Nacht!“. Keine Reaktion. Sie sagen laut „hey!“ und rütteln an Ihrem Partner. Weiterhin: Keine Reaktion.

Sie realisieren, dass sich in Ihrem Leben gerade ein wirklich dramatischer Notfall ereignet.

Sofort rufen sie die 112 an! Der Disponent in der Leitstelle alarmiert die notwendigen Rettungsmittel: Einen Notarzt, einen Rettungswagen. Da diese einige Minuten bis zum Eintreffen brauchen können, wird auch die Notfallhilfe vor Ort alarmiert. Für alle Fälle.

Während der Disponent Sie bei der Herzdruckmassage anleitet, trifft die Notfallhilfe schon nach kurzer Zeit bei Ihnen ein. Wir lösen Sie kurz darauf bei der Herzdruckmassage ab, starten mit der Beatmung und kleben die Elektroden eines Defibrillators auf Ihren Partner auf. Nach einer kurzem Analyse geben wir bereits den ersten überlebenswichtigen Elektro-Schock ab. Die Herzdruckmassage und Beatmung werden fortgesetzt. Kurze Zeit später trifft auch der Rettungsdienst mit dem Notarzt ein. Nach einer kurzen Einweisung übernehmen sie die Leitung des Einsatzes und verabreichen bereits erste Medikamente. (*)

Warum ist das frühe Starten bei einer Reanimation so wichtig?

Bei einem Kreislaufstillstand sinkt mit jeder Minute ohne Reanimation die Überlebenschance um ca. 10 % (1). Trifft der Rettungsdienst nach 6 Minuten ein und rechnet man noch die Dauer des Anrufs bei der 112 mit ein (1-2 Minuten): Sollte nicht schon im Vorfeld mit einer Reanimation begonnen worden sein, sind die Überlebenschancen bereits deutlich gesunken. 7-8 Minuten entsprechen gerade einmal 20-30%.

Damit wir als Notfallhilfe auch weiterhin die Lücke zwischen Alarmierung und Eintreffen des Rettungsdienstes optimieren können, benötigen wir Ihre Hilfe.

Defibrillatoren, Beatmungsmasken, Autos – all das kostet Geld und muss unterhalten werden. Deshalb werden Sie in den nächsten Tagen vielleicht Post von uns mit einem Spendenaufruf im Briefkasten finden. Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich ein wenig Zeit nehmen, den Brief zu lesen.

Wo sind wir noch tätig? Neben der Notfallhilfe sind wir für Sie auch im Katastrophenschutz (bei Bränden, Großschadenslagen, bei sonstigen Einsätzen, Katastrophen, Evakuierungen, etc.) oder bei Sanitätsdiensten im Einsatz: Ob Feste, Sportevents oder sonstige Veranstaltungen.

Achtung

Trittbrettfahrer können derartige Spenden-Phasen ausnutzen. Unsere Mitglieder werfen einen Brief in Ihren Briefkasten ein, nehmen kein Bargeld an oder fragen Sie nach Bargeld-Spenden.

(*) Nach einer wahren Begebenheit.

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